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8. Dezember 2004 -
Die Strassenbenennung
Der Stadtrat hat am 8. Dezember 2004 dem Antrag der
Strassenbenennungskommission zugestimmt und den bereits fertig gestellten
Platz auf dem Privatgrund des Hürlimann Areals in 8002 Zürich offiziell mit
„Hürlimannplatz“ benannt.
Gleichzeitig werden die
projektierten Verbindungen über die Sihl und die SZU auf der Höhe der
Brandschenkestrasse 100 „Hertersteg“ und „Herterbrücke“ heissen. Die
Benennungen erfolgten im Einvernehmen mit der Immobilienfirma und dem
Quartierverein.
Hermann Herter (1877-1945) machte nach der Schulzeit eine Lehre im
Baugeschäft und Architekturbüro Heinrich Ernst. Mit 20 Jahren trat er als
Zeichner ins Hochbauamt der Stadt Zürich unter Stadtbaumeister Gustav Gull
ein, der sein Vorbild wurde. Herter und Gull verliessen 1900 die
Stadtverwaltung. 1904 kehrte Hermann Herter zurück nach Zürich und besuchte
während drei Semestern Gulls Vorlesungen.
Obwohl Herter keine formelle universitäre Ausbildung hatte, wurde er 1919
unter anderem aufgrund seines Beitrags zum von der Stadt veranstalteten
Bebauungsplanwettbewerb „Gross-Zürich“ zum Stadtbaumeister berufen. In
seiner Amtszeit (1919 bis 1942) entwarf er zahlreiche Bauten, die heute das
Zürcher Stadtbild prägen, so unter anderem den Bahnhof Wiedikon, die
Sportanlage Utogrund, die Sport- und Grünanlage Sihlhölzli, die Brandwache
an der Manessestrasse und das Hallenbad City.
Medienmitteilung des Stadtrates vom 8. Dezember 2004
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6. Juni 2005 - Die
Einweihung
Die zwei neuen
Fussgänger- und Velobrücken "Herterbrücke" und "Hertersteg" über die Sihl
und das Trassee der SZU sind am Montag 6. Juni 2005 durch Stadtrat Martin
Waser offiziell eingeweiht worden. Beide Brücken verbinden die Quartiere
Enge und Wiedikon und schliessen gleichzeitig wichtige Lücken im städtischen
und regionalen Veloroutennetz.
Mit der Umnutzung des Hürlimann-Areals zum Wohn-, Dienstleistungs- und
Freizeitquartier hat sich die Stadt im Rahmen des Gestaltungsplans
verpflichtet, Brücken über die Sihl und die Gleise der
Sihltal-Zürich-Uetliberg-Bahn (SZU) zu bauen.
Die Brücken sollen sowohl der
Erschliessung des Areals dienen, als auch eine öffentliche Fussgänger- und
Fahrradverbindung zwischen den Quartieren Enge und Wiedikon schaffen.
Die zwei Brücken sind in Form und Grundriss verschieden ausgebildet und
gehen auf die unterschiedlichen Landschaftsräume (moderne Überbauung,
Bahnlinie, Parkanlage und Fluss) ein. Jede Brücke ist in Form und Funktion
auf ihren Raum abgestimmt. Der Flussraum mit den markanten Baumalleen
entlang des Ufers wird durch den Hertersteg, eine schlanke Brücke ohne
Zwischenabstützungen, durchquert.
Die Brücke über die SZU (Herterbrücke)
passt sich mit ihren kubischen Elementen gut in die moderne Überbauung ein.
Die verglasten Lifttürme verleihen dem Bauwerk eine elegante und diskrete
Erscheinung. Die 1932 in einen Volkspark umgestaltete Sihlhölzlianlage und
die beidseitig der Sihl angelegte Platanenallee blieb in ihrem Bestand
unberührt. Die Brückenbauwerke sind so positioniert worden, dass kein Baum
gefällt werden musste.
Die zwei neuen Fussgängerbrücken über die Sihl und das Trassee der
Sihltal-Zürich-Uetliberg-Bahn (SZU) verbinden Wiedikon und das umgestaltete
und umgenutzte Hürlimann-Areal.
Die neuen Brücken schaffen nicht
nur eine neue Verbindung für den Langsamverkehr zwischen den Quartieren Enge
und Wiedikon, sondern schliessen gleichzeitig wichtige Lücken im städtischen
und regionalen Veloroutennetz und entsprechen vollumfänglich der städtischen
Mobilitätsstrategie, die bestehende Infrastrukturen gezielt ergänzen und den
Langsamverkehr fördern will.
So bekommt die viel genutzte
Sihluferroute eine Fortsetzung, die mitten in die Innenstadt führt. «Vom
lieblos behandelten ‚minderen’ Fluss wird die Sihl nach und nach ins
Stadtbild integriert als Erholungsraum und Verbindung für Fussgänger(innen)
und Velofahrende», hielt der Vorsteher des Tiefbau- und
Entsorgungsdepartements, Stadtrat Martin Waser, fest.
Die Brücken sind nach Hermann Herter benannt, der von 1919 bis 1942
Stadtbaumeister der Stadt Zürich war. In seiner Amtszeit entwarf er
zahlreiche Bauten, die heute das Zürcher Stadtbild mitprägen, so unter
anderem den Bahnhof Wiedikon, die Sportanlage Utogrund, die Sport- und
Grünanlage Sihlhölzli, die Brandwache an der Manessestrasse und das
Hallenbad City.
Das Projekt kostete rund 3,3 Millionen Franken, wovon die Stadt zwei Drittel
und Private einen Drittel tragen.
Medienmitteilung des Stadtrates vom 6. Juni 2005
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Konzept und Konstruktion
Das Konzept
Das Bauwerk besteht aus drei funktional-konstruktiven Elementen (Lifttürme,
Brückentrog aus Stahl sowie Treppen), die auf einfache und gut lesbare Art
zu einem Ganzen zusammengefügt werden
Die Konstruktion
Der Konstruktion der Lifttürme liegt eine räumliche Rahmenkonstruktion aus
verschweissten Stahlprofilen zugrunde. Diese Rahmen prägen das
Erscheinungsbild des Bauwerkes – sie sind fassadenbildend. Um diesen Effekt
herauszustreichen, werden die Türme verglast.
Die eigentliche Brücke ist als vollständig verschweisster Stahltrog
ausgebildet. Die seitlichen Brüstungen wirken als Träger in der Form von
Hohlkästen, die Spannweite beträgt 16.3 m. Als Schutz gegen die
Fahrleitungen der Bahnlinie wird eine 80cm hohe Glaswand auf die Brüstung
aufgesetzt.
Als selbsttragende Stahlkonstruktion vervollständigen die Treppen das
Ensemble. Den Treppenwangen werden leichte Staketengeländer aufgesetzt.
Vorfabrizierte Betonelemente dienen als Tritte. Beidseitig in die
Betonelemente integrierte Fahrradschieberinnen ermöglichen das Hinauf- und
Hinunterschieben von Fahrrädern.
Der Bauvorgang
Die Stahlbauteile werden in der Werkstatt zusammengebaut und vom
Stationsplatz aus, von der Seite "Hürlimann-Areal", mit einem Pneukran
versetzt. Die Montage des sihlseitigen Liftturms und der Passerelle über den
Gleisen erfolgen während der nächtlichen Zugsfahrpause.
Medieninformation Tiefbauamt der Stadt Zürich, Zürich
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