| Objekt
/ Hausname Adresse |
Postamt Zürich Heuried Birmensdorferstrasse 379 |
erbaut | 1945 | ||
| Hausname | Postamt Heuried | eröffnet | 1945 | ||
| Quartier(e) | Wiedikon | Stadtkreis(e) | 3 | PLZ |
Zürich 35 (1945-1947) Zürich 55 (ab 1947) |
| Abbildung |
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| Bildtext |
Das ehemalige Postamt Zürich 35 beim Bezug am 1.
Juli 1945 noch am alten Standort an der Birmensdorferstrasse 379. |
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| Bildquelle | Archiv Kreispostdirektion Zürich | ||||
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Das neue Postamt Zürich 35 Heuried Die ehemalige Gemeinde Wiedikon umfasste einst das gesamte Gebiet der heutigen Stadtkreise 3 und 4. Im Jahre 1784 lösten sich die Quartiere von der Sihlbrücke bis zum Hard von Wiedikon los und bildeten die selbständige Gemeinde Aussersihl. Wiedikon war um diese Zeit noch ein ausgesprochenes Bauerndorf mit kaum 1300 Einwohnern. Sein Postverkehr war unbedeutend und beschränkte sich auf den Austausch von Briefen mit der Stadt Zürich. Behördlich autorisierte Boten von Birmensdorf und Uitikon, die an den Markttagen über Waldegg-Triemli nach Zürich verkehrten, besorgten die Vermittlung. Die Übergabe der Postsachen erfolgte in der Marktgasse, später im vordern Strohhof. Am 1. März 1837 wurde für die beiden Gemeinden Wiedikon und Aussersihl bei alt Friedensrichter Borell in Aussersihl die erste Postablage errichtet. Im Jahre 1847 kam das benachbarte Albisrieden in den Genuss der gleichen Einrichtung; Wiedikon erhielt seine eigene Postablage erst am 16. Januar 1857. Sie befand sich im Hause Ecke Birmensdorfer- / Zurlindenstrasse und wechselte im Laufe der Zeit mehrmals das Domizil. Seit 1907 befindet sich das nunmehrige Postamt Zürich 16 Wiedikon im Hause Bremgartnerstrasse 20 / Ecke Centralstrasse.
Die Eingemeindung im Jahre 1893 brachte den neuen Stadtkreisen Wiedikon und Aussersihl eine rasche bauliche Entwicklung, die die Postverwaltung zur Errichtung neuer Quartierpostämter nötigte. Am 15. April 1910 wurde das neue Postamt Zürich 20 Sihlfeld eröffnet und am 18. April 1932 erhielt der Stadtkreis Wiedikon sein zweites Postamt unter der Bezeichnung Zürich 25 Giesshübel. Seither hat sich die Bautätigkeit in den äusseren Quartieren Wiedikons in stärkerm Masse fortgesetzt, was auch in der Bevölkerungsanzahl dieses Stadtkreises, die heute (1945) auf rund 50'000 Personen angewachsen ist, zum Ausdruck kommt. Der Postverkehr nahm dadurch ständig zu, sodass namentlich das räumlich etwas beschränkte Postamt Zürich 16 Wiedikon den Anforderungen auf die Dauer nicht mehr zu genügen vermochte und eine Reorganisation des Dienstbetriebs sich aufdrängte. Diese konnte nur in der Errichtung eines weiteren Quartierpostamtes im Gebiet der neuen Wohnsiedlungen im Heuried gesucht werden. In Verbindung mit dem Quartierverein Wiedikon, der anfangs 1943 bei der Kreispostdirektion für eine Verbesserung der Postverhältnisse in den Aussenquartieren vorstellig geworden war, wurde der Standort des neuen Postamtes bestimmt und ein Jahr später konnte an die Verwirklichung eines geeigneten Bauprojektes herangetreten werden. Ende dieses Monats (Juni 1945) wird von der Firma Göhner A.G. als Bauherrin und nach Plänen von Herrn Architekt Ad. Heer, Zürich-Witikon, auf dem ehemaligen Areal der Ziegelei Heuried, an der Abzweigung Birmensdorferstrasse-Wasserschöpfi, ein Wohnhausblock mit Geschäftslokalen fertiggestellt, worin auch das neue Postamt Zürich 35 Heuried untergebracht ist. Die von der Postverwaltung gemieteten Diensträume im Hause Birmensdorferstrasse Nr. 379 messen insgesamt 279,5 m ²; davon entfallen 229 m² auf den Schalter-, Bureau- und Botenraum im Erdgeschoss und 50,5 m² auf die Nebenräume (Garderobe, Tröcknerraum und Archiv) im Untergeschoss.Der mit einer Rampe für Motorfahrzeuge und einer Velogarage versehene Posthof ist durch eine besondere Zufahrtsstrasse von der Küngenmatt her erreichbar. An der Südwestecke des Posthauses ist eine aussen zugängliche Schlossfächeranlage nischenförmig in die Mauer eingebaut. Der Schalterraum ist mit 4 Schaltern und einer Telephonkabine ausgestattet; Bureau- und Botenraum sind durch eine Glaswand voneinander getrennt. Dem neuen Postamt Zürich-Heuried wird auch der Brief- und Paketzustelldienst im Umkreis dieses Quartiers übertragen. Das Zustellgebiet umfasst 46 Strassenzüge, die bisher von der Sihlpost (Briefe) und vom Postamt Wiedikon (Paketpost) aus bedient wurden. Es betrifft das Gebiet innerhalb des Vierecks Goldbrunnenstrasse - Bühl - Bühlstrasse - Borrweg - Birmensdorferstrasse bis Berghof - Gutstrasse. Das Postamt Zürich Heuried, das am 2. Juli (1945) eröffnet wird, fügt sich harmonisch in das Gesamtbild des einfach gehaltenen Baukörpers ein. Es bedeutet eine willkommene Verbesserung für die dichtbevölkerten Randgebiete des Stadtkreises Wiedikon.
Zürich, den 27.
Juni 1945
Kreispostdirektion
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| Jahr | Hausgeschichte | ||||
| 1945 |
Der am 1. Oktober 1930 errichtete Autohalterkurs nach
Stallikon wird zwar wie bisher bis zum Bahnhof Wiedikon kursieren, die
Postsendungen werden aber ab 1. Juli beim Postamt Heuried ausgewechselt. |
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| 1945 |
Die Hilfs- und Pensionskasse Migros erwirbt am 1.11.1945
die Liegenschaft mit dem Postamt Zürich 35 von der Firma Göhner AG käuflich. |
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| 1945 - 1948 |
Amtsleiter: Hr. Hans Leuzinger |
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| 1946 |
Verschiedene durch den Krieg bedingte Einschränkungen im
Postdienst können wieder aufgehoben werden. |
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| 1947 |
Die Numerierung der Poststellen der Stadt Zürich wird auf
1. Mai 1947 geändert. Alle Poststellen-Nummern von 2 bis Schluss werden um
die Zahl 20 erhöht. Das Postamt Heuried trägt seither die Bezeichnung Zürich
55 Heuried. Ab 14. Juni erfolgt die Einschränkung der Postzustellung in der
Stadt an Samstag-Nachmittagen auf politische Zeitungen und andere als
dringlich erkennbare Sendungen. |
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| 1948 - 1954 |
Amtsleiter: Hr. Jules Aubry |
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| 1950 |
Im Quartier sind in wenigen Jahren grosse Wohnsiedlungen
entstanden. Im Jahre 1950 werden für die Postzustellung bereits 3 Paketboten
und 12 Briefboten benötigt. |
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| 1955 - 1956 |
Amtsleiter: Hr. Edoardo Imperatori |
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| 1957 - 1959 |
Amtsleiter: Hr. Ernst Kägi |
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| 1958 |
Der Schalterschluss an Samstagen wird auf 15 Uhr
angesetzt. |
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| 1959 |
48 Stundenwoche in den Bundesbetrieben. Nur noch
einmalige Zustellung der Paketpost. |
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| 1959 - 1962 |
Amtsleiter: Hr. Pierre Béguin |
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| 1960 |
Die rege Bautätigkeit im Quartier beeinflusst den
Postverkehr ausserordentlich. Die zu Verfügung stehenden Posträume genügen
nicht mehr, so dass sich die Verwaltung veranlasst sieht, nach grösseren
Lokalitäten Ausschau zu halten. |
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| 1963 - 1975 |
Amtsleiter: Hr. Willi Schulthess |
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| 1963 |
Am 1. April 1963 kann das Postamt Heuried im Hause
Birmensdorferstrasse 419 (Neubau) grössere Lokale beziehen. Nun stehen dem
Publikum 6 Schalter zur Verfügung und die Schlossfächeranlage hat die längst
notwendig gewesene Erweiterung auf 180 Fächer erfahren. Die Paketannahme- und Markenverkaufsstelle im Laden des Lebensmittelvereins an der Schweighofstrasse 226 ist am 1. Februar 1963 aufgehoben worden. |
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