Der Rebekka-Brunnen an der Bahnhofstrasse
Einer der schönsten Brunnen befindet sich auch an einer äusserst prominenten Lage: Es ist der Rebekkabrunnen am untersten Ende der Bahnhofstrasse.
Die Plastik ist aus blendend weissem Marmor und
wird von zwei Grantipfeilern flankiert. Dargestellt wird die Bibelszene in der die schöne
Rebekka dem Knecht von Abraham einen Trunk reicht. Der Knecht ist auf der Suche nach einer
Frau für seinen Herrn. Der Brunnen zeigt eine Vielzahl von antiken Motiven: Die zentrale
Bildtafel, die Akanthuskapitelle der seitlichen Pilaster und den flach geschweiften
Giebel. Das Wasser fliesst aus einer speienden Faunmaske in das runde Becken. Sinn und
Zweck dieser eher sakralen Komposition erklärt eine seitlich angebrachte Inschrift:
"Gespendet der Stadt Zürich von W.E. Brandt zum Andenken an seine im Juli 1908
verstorbenen Eltern Emanuel Henry Brandt und Ida Brandt" Geschaffen wurde dieses
Bildmal 1880 von Heinrich Gebhardt in Rom und es stand ursprünglich im Garten der Villa
"Brunnenhof" der Familie Brandt an der Südstrasse 40. Als die Eltern Brandt
kurz nacheinander starben, wandte sich ihr Sohn vor seiner Übersiedlung nach St.
Petersburg an den Stadtrat: Er wollte die Brunnenanlage der Stadt schenken. 1908 beschloss
der Rat die dankende Annahme. Der Rebekka-Brunnen ist somit gleichzeitig ein Denkmal und
ein Grabmal im öffentlichen Raum.
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